Initiative „Keine Bildung ohne Medien!“ (KBoM)

Medienpädagogisches Manifest (2009)

Ein sehr wichtiger Schritt in der professionspolitischen Positionierung der Medienpädagogik war das Medienpädagogische Manifest (2009), welches führende Organisationen und Einrichtungen der Medienpädagogik veröffentlichten. Das Manifest ging von der Einschätzung aus, dass der tiefgreifende mediale Wandel alle gesellschaftlichen Bereiche umfasst und insbesondere in der Bildung breitenwirksame Anstrengungen und erhebliche personelle und finanzielle Ressourcen notwendig sind. Das Manifest stellte fest:

„Medienkompetentes Handeln setzt fundierte Kenntnisse über die verschiedenen Medien voraus: Kenntnisse über technische Grundlagen und ästhetische Formen, über die Bedingungen und Formen medialer Produktion und Verbreitung in der Gesellschaft, ein Bewusstsein für die kulturell‐kommunikative, ökonomische und politische Bedeutung, die Medien in globalisierten Gesellschaften haben. Medienkompetenz zielt auf die Fähigkeit zur sinnvollen, reflektierten und verantwortungsbewussten Nutzung der Medien.“

Die zentrale Herausforderung sah das Manifest darin, die Medienpädagogik von einer Phase der Modellprojekte und einzelner Aktionen auf lokaler und regionaler Ebene zu einer Phase nachhaltiger, struktureller Veränderungen weiter zu entwickeln. Zu den Erstunterzeichnern des Manifests gehörten der Vorstand der Kommission Medienpädagogik in der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE), die Fachgruppe Medienpädagogik in der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK), der Vorstand der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur e.V. (GMK), der Vorstand des JFF (Jugend, Film, Fernsehen e.V., München) und das Hans-Bredow-Institut für Medienforschung (Hamburg). Etwa 1.300 Personen und Einrichtungen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen unterstützten 2009 mit ihrer Unterschrift das Manifest.

  • Interview von Alice Lanzke mit Horst Niesyto in ARD.de: „Viele halten Fotos und Videos für die Wirklichkeit“ (27.05.2010)
  • Interview von Anja Lochner (MediaCulture-online / Landesmedienzentrum Baden-Württemberg) mit Horst Niesyto zu den zentralen Forderungen der Initiative „Keine Bildung ohne Medien!“ (08.02.2011; 14:26 min, durch das Abspielen des Videos oder anklicken des Links werden Daten an YouTube übermittelt werden) Link


Einladungs-Video zum Medienpädagogischen Kongress 2011 (Horst Niesyto; 02:14 min, durch das Abspielen des Videos oder anklicken des Links werden Daten an YouTube übermittelt werden)


Medienpädagogischer Kongress (2011)

Aufgrund der positiven Resonanz gründeten die Initiatoren des Manifests die Initiative „Keine Bildung ohne Medien!“ (KBoM). Die Initiative veranstaltete am 24./25. März 2011 in Berlin einen bundesweiten Medienpädagogischen Kongress, der die Anliegen des Manifests konkretisierte. An dem Kongress nahmen über 400 Fachleute teil; es war die bislang größte medienpädagogische Veranstaltung in Deutschland. Mitveranstalter des Kongresses waren die Abteilung Medienpädagogik der PH Ludwigsburg und die TU Berlin. Der Kongress wurde von der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) und der Landesanstalt für Medien in Nordrhein-Westfalen (LfM) finanziell gefördert.

Foto: Initiative Keine Bildung ohne Medien!

Vor dem Kongress erarbeiteten 13 Arbeitsgruppen Positionspapiere, die in einem Booklet zum Kongress erschienen (Niesyto 2011). Auf dem Kongress gab es intensive Beratungen in den Arbeitsgruppen und im Plenum. Die Ergebnisse und bildungspolitischen Forderungen des Kongresses wurden in einer Broschüre zusammengefasst (KBoM 2011). Die zentralen Punkte waren:

  1. Nachhaltige Verankerung von medienpädagogischen Angeboten
  2. Förderung bildungsbenachteiligter Milieus
  3. Bessere infrastrukturelle Ressourcen
  4. Qualifizierung von Fachkräften
  5. Ausbau medienpädagogischer Forschung.

Die Initiative „Keine Bildung ohne Medien!“ forderte die Entscheidungsträger*innen im politischen Raum auf, die fachliche Expertise aufzugreifen, Ressortdenken zu überwinden und anforderungsgerechte Rahmenbedingungen für eine breitenwirksame und nachhaltige Förderung von Medienkompetenz und Medienbildung in Deutschland zu schaffen.


Weitere Aktivitäten im Kontext von KBoM (bis 2014)

Als Mitglied des Lenkungskreises und Sprecher der Initiative „Keine Bildung ohne Medien!“ (2009-2014) war ich auch nach dem Manifest und dem Kongress an verschiedenen Aktivitäten beteiligt. Es gab diverse Einladungen zu Vorträgen, Beratungs- und Podiumsrunden. Forderungen und Vorschläge der Initiative KBoM wurden von verschiedenen Gremien aufgegriffen (KBoM-Zwischenbilanz, 2012). Die folgende Zusammenstellung dokumentiert einen Teil der professionspolitischen Praxis in diesem Zeitraum.

  • Mitglied der Expertenkommission Medienbildung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Expertenbericht: Kompetenzen in einer digital geprägten Kultur (BMBF 2010). Medienbildung für die Persönlichkeitsentwicklung, für die gesellschaftliche Teilhabe und für die Entwicklung von Ausbildungs- und Erwerbsfähigkeit“. Berlin/Bonn 2010.
  • Mitwirkung beim „Dialog Internet“, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2010/11)
  • Teilnahme an der 5th Annual Conference of the European Network Cities for Children; Podiumsrunde zum Thema „Media Competence“ (06.06.2011)
  • Mitglied in der Expertengruppe „Digitale und mediale Kompetenzen“ im Rahmen des Dialog über Deutschlands Zukunft der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (2011-12, Link); Ergebnisbericht: Kurzfassung (Teil zu Medienkompetenz: S. 166-173); Langfassung (Teil zu Medienkompetenz: S. 486-515); u.a. Vorschläge zu: Medienbildungspakt, Grundbildung Medien, Rat für digitale Medien und Medienkompetenz, Bundesstiftung Medienbildung, Medienbildung vor Ort.
  • Medienpädagogisch fundierte Debatten statt Populismus. KBoM-Pressemitteilung (05.09.2012)
  • Fachtagung: „Profilierung der medienpädagogischen Arbeit in Sachsen“; Veranstalter: Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) und Netzwerk Medienpädagogik Sachsen; Einführungsvortrag zum Thema der Fachtagung (20.02.2013); Auszüge aus der Rede (Tonmitschnitte):

  • Fachtagung: „Bildungsmediale – Schule in der digitalen Gesellschaft“; Veranstalter: Initiative D21, Bündnis für Bildung und Initiative „Keine Bildung ohne Medien!“ in Zusammenarbeit mit DER TAGESSPIEGEL; Impulsvortrag zur Tagungseröffnung (16.05.2013) Programm; Tagungsbericht von Daniel Autenrieth (in: Ludwigsburger Beiträge zur Medienpädagogik, Ausgabe 16, 2013)
  • Medienkompetenz: Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2013 – Parteien antworten auf Fragen der Medienpädagogen
  • Aus für Bibernetz? Bundesministerium will Plattorm für frühkindliche Medienbildung schließen. KBoM-Pressemitteilung (12.08.2013)
  • Offener Brief anlässlich der Koalitionsverhandlungen für eine neue Bundesregierung: Forderungen zur Medienkompetenzförderung (31.10.2013)
  • Medienbildung = IT-Förderung? Stellungnahme der Initiative „Keine Bildung ohne Medien!“ und der GMK zum Berliner Koalitionsvertrag. KBoM-Pressemitteilung (07.02.2014)
  • Fachkonferenz: „Medienkompetenz 2014. Medienpädagogik im digitalen Umbruch“; Veranstalter: JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis, Bundeszentrale für politische Bildung und Akademie für politische Bildung Tutzing; Teilnahme an der Podiumsrunde: „Vermittlung von Medienkompetenz – Anforderungen an das erzieherische und pädagogische Umfeld“ (27.03.2014)
  • Youth Media Summit – Jugendmedienkongress; Veranstalter: Jugendpresse Baden-Württemberg; Eröffnungsvortrag: „Wozu Medienbildung?“ (zusammen mit Daniel Autenrieth; 12.04.2014)
  • Mitwirkung bei verschiedenen bildungs- und professionspolitischen Aktivitäten zum Thema > Medienpädagogik in Baden-Württemberg
  • Staffelübergabe bei der Initiative „Keine Bildung ohne Medien!“ KBoM-Pressemitteilung (12.07.2014)

Seit Gründung der Initiative „Keine Bildung ohne Medien!“ gelang es in einzelnen Bereichen, Bildungspolitiker*innen und Gremien für strukturelle Verbesserungen zu sensibilisieren: für eine breitenwirksame medienpädagogische Aus-, Fort- und Weiterbildung pädagogischer Fachkräfte, für zeitgemäße mediale Infrastrukturen und Unterstützungssysteme, für die verbindliche curriculare Verankerung von Medienbildung in den Bildungsplänen der Bundesländer.

Im Juli 2014 beendete ich meine Sprechertätigkeit zusammen mit Katja Friedrich, die ab 2012 im Sprecherteam mitwirkte. Sven Kommer und Rüdiger Fries übernahmen die Sprecherfunktion.

Auf Bundesebene war die weitere Entwicklung durch die Forcierung einer deutlich technologie- und wirtschaftsorientierten Digitalpolitik seitens der CDU/CSU/SPD-Bundesregierung gekennzeichnet. In diesem Kontext erfuhr die Informatik eine bildungs- und wissenschaftspolitische Aufwertung bei gleichzeitigen funktionalen Vereinnahmungsversuchen gegenüber der Medienpädagogik (Niesyto 2016; > Medienpädagogik und Politik). Medienbildung und Medienkompetenz werden vor allem der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit zu- und untergeordnet , „digitale Souveränität“ zielt vor allem auf wirtschaftliche Verwertungskontexte ab. Es ist kein Zufall, dass auf nationaler und EU-Ebene forciert mit entsprechenden Grundsatzpapieren und Förderprogrammen gearbeitet wird, um im Rahmen von Top-Down-Strategien Deutungshoheiten zu realisieren und wirtschaftsnahe Zielsetzungen im Bildungs- und Wissenschaftsbereich durchzusetzen (vgl. u.a. die Analyse von Altenrath/Helbig/Hofhues 2020, Link). Bereits auf dem medienpädagogischen Kongress 2011 in Berlin hatte ich auf diesen technisch-funktionalen und wirtschaftsorientierten Entwicklungspfad kritisch hingewiesen:

„Dieses Modell ist eng mit wirtschaftlichen Interessen verknüpft. Es zielt vor allem auf Effektivität und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und unterschätzt die Bedeutung von (digitalen) Medien für Persönlichkeitsbildung, Orientierung und Identitätsbildung. Ein Denken, das vom Primat wirtschaftlicher Interessen ausgeht und hierunter das sog. „Humankapital“ zu- und unterordnet, konfligiert grundsätzlich mit einem Verständnis von Bildung und Medienbildung, welches die Menschen mit ihren unterschiedlichen Lebensbedürfnissen in den Mittelpunkt stellt. Medienkompetenzförderung hat die Chance, die Orientierungs-, Kommunikations- und Teilhabefähigkeit der Menschen in der Gesellschaft entscheidend zu erweitern. Sie verfehlt jedoch ihre sozialen und kulturellen Dimensionen, wenn sie Medienkompetenz primär in einem ökonomischen Verwertungszusammenhang verortet.“ (Niesyto 2011, S. 3)


Für die Stärkung einer kritischen Medienpädagogik

Vertreter*innen der Medienpädagogik und auch der Initiative KBoM versuchten durch Mitwirkung an der Dagstuhl-Erklärung (2016, Link) sowie weiterer Aktivitäten Anliegen der Medienpädagogik in einen interdisziplinären Kooperations-Kontext einzubringen. In der Erklärung ging es darum, angesichts der Herausforderungen der Digitalisierung verstärkt über gemeinsame Anliegen und Schnittmengen aus verschiedenen Disziplinen nachzudenken. Medienkritik und eine Auseinandersetzung mit Fragen des Datenkapitalismus werden in der Dagstuhl-Erklärung ausgeklammert – das ist ein Problem. Auch fehlt jegliche Bezugnahme auf das wichtige Anliegen einer Grundbildung Medien, die sich durch die Digitalisierung keineswegs erübrigt hat – es geht eben nicht nur um eine sog. „Digitale Bildung“, sondern um ein breites Verständnis von Medienbildung (vgl. Medienpädagogisches Manifest 2009/Link; Bundesministerium für Bildung und Forschung 2010; Kultusministerkonferenz 2012/Link).

In der Folgezeit gab es seitens der Initiative KBoM das Bestreben, Anliegen der Medienpädagogik und der Medienbildung in diesem interdisziplinären Diskurs deutlicher zu konturieren, u.a.

  • Initiative zur Weiterentwicklung des Dagstuhl-Dreiecks im sog. „Frankfurt-Dreieck“ Link
  • Erarbeitung eines Addendums zum Medienpädagogischen Manifests Link
  • verschiedene Pressemitteilungen und Positionspapiere Link

Gleichzeitig ist zu beobachten, dass sich im Bildungsbereich wirtschaftsnahe Initiativen und Plattformen immer mehr breit machen, z.B. der Bundesverband digitale Bildung/Link oder das Netzwerk digitale Bildung/Link. Die vorherrschende Bildungspolitik ist vor allem auf die Schaffung technischer Infrastrukturen und digitalisierungsbezogener Kompetenzen orientiert. Von der Notwendigkeit einer „umfassenden Medienkompetenz durch Medienbildung“, von der noch in dem Beschluss der Kultusministerkonferenz von 2012 die Rede war, ist aktuell kaum noch etwas übrig geblieben (> Medienpädagogik und Politik). Ähnliches trifft für die Charta Digitale Bildung (2019) zu, die von der Gesellschaft für Informatik initiiert wurde (> Medienpädagogik und Informatik).

Während Wissenschaftsministerien und die meisten Hochschulen sich bislang nicht in der Lage sehen, eine umfassende Medienbildung breitenwirksam und verbindlich in pädagogischen Studiengängen zu verankern, bieten diverse Firmen Schulen kostenlose Workshops für Lehrkräfte und kostenlose Unterrichtsmaterialien an. Über verschiedene Werbemaßnahmen gibt es inzwischen subtile und offene Formen der Beeinflussung. Auch ist eine zunehmende Verflechtung von Bildungspolitik und Internet-Wirtschaft zu beobachten (zu Privatisierungstendenzen und dem Einfluss von Lobbygruppen vgl. u.a. die kritischen Hinweise der GEW/Link; siehe auch Martina Schmerr, 2017/Link).

Angesichts der enormen Ressourcen der Internet-Wirtschaft und ihrer breiten Lobbyarbeit ist es nicht einfach, medienpädagogische Anliegen und Forderungen im politischen Raum in einer breiteren Form sichtbar zu machen. In der Medienpädagogik erfolgt die professionspolitische Arbeit ehrenamtlich und es ist angesichts vielfältiger und zunehmender beruflicher Anforderungen  in allen Bildungsbereichen mit einer großen Kraftanstrengung verbunden, diese Arbeit kontinuierlich zu leisten. Mitglieder des Lenkungskreises der Initiative KBoM investierten in den letzten Jahren viel Zeit insbesondere für den Diskurs mit Vertreter*innen aus der Informatik. Für die Stärkung einer kritischen und nachhaltigen Medienbildung sind weiterhin andere Bereiche sehr wichtig, z.B. die kulturelle und die politische Bildung, Initiativen für freies/offenes Wissen, für einen kritischen, investigativen Journalismus sowie weitere Einrichtungen und Organisationen im Medien- und Bildungsbereich.

Nach meiner Auffassung sollte sich die Medienpädagogik in einer Situation, in der gesamtgesellschaftlich die Grenzen bisheriger ökonomischer Entwicklungsmodelle (> digitaler Kapitalismus) für die Menschen immer erfahrbarer werden, deutlicher im Sinne einer kritischen Medienpädagogik positionieren (Niesyto 2017). Wir brauchen eine Medienpädagogik, die technologisch-informatische, ökonomische, kulturelle und soziale, ethische und ästhetische Fragen thematisiert, die das Medienhandeln der Menschen in Zusammenhang mit gesellschaftlichen Entwicklungen erforscht und analysiert und die Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in Bildungskontexten Handlungsräume mit Medien jenseits kommerziell-kapitalistischer Vereinnahmungen eröffnet. Dies umfasst auch eine Kooperation mit interessierten Personen und Initiativen in anderen Bildungsbereichen wie z.B. der politischen und der kulturellen Bildung, der informatischen Bildung, der ökonomischen Bildung, der Verbraucherbildung, Initiativen im Bereich freies/offenes Wissen und Software, eines kritischen Journalismus und weiterer Bereiche.

Der Initiative „Keine Bildung ohne Medien!“ gelang es in den Jahren 2009 und danach, verschiedene Strömungen, Einrichtungen und Organisationen der Medienpädagogik in einer gemeinsamen Kampagne und in einer professionspolitischen Initiative zusammenzuführen und zahlreiche Bündnispartner außerhalb medienpädagogischer Facheinrichtungen für eine Zusammenarbeit zu gewinnen. 10 Jahre nach Gründung der Initiative KBoM ist zu beobachten, dass Partikularinteressen wieder verstärkt zunehmen.

So wichtig und wünschenswert eine Vielfalt medienpädagogischer Ansätze und Angebote ist, so notwendig ist aber auch eine Initiative, die die vorhandenen Kräfte bündelt, um grundlegende gemeinsame Anliegen im politischen Raum öffentlichkeitswirksam zu artikulieren und auch wichtige Kooperationspartner außerhalb der Medienpädagogik zu gewinnen. Nur so wird es langfristig möglich sein, Medienpädagogik im Bildungsbereich stark und nachhaltig zu positionieren. Es braucht wieder eine Weitung der Perspektive und eine stärkere Betonung medien- und gesellschaftskritischer Positionen gegenüber bestimmten Digitalisierungsstrategien. Und es bedarf neuer Überlegungen für die gegenseitige Unterstützung bei der professionspolitischen Arbeit.


Publikationen

  • Niesyto, Horst (2017): Kritische Medienpädagogik. In: Kritische Kulturpädagogik, hrsg. von Max Fuchs und Tom Braun. München: kopaed, S. 137-148.
  • Niesyto, Horst (2016): Keine Bildung ohne Medien! – Kritische Medienbildung jenseits funktionalisierender Vereinnahmung. In: Wi(e)derstände. Digitaler Wandel in Bildungseinrichtungen, hrsg. von Thomas Knaus und Olga Engel. framediale Band 5. München: kopaed, S. 17-34.
  • Initiative Keine Bildung ohne Medien!“ (Hrsg.) (2011): Bildungspolitische Forderungen. Medienpädagogischer Kongress 2011. Ludwigsburg. (Ergebnisbroschüre zum Kongress 2011, 20 Seiten)
  • Niesyto, Horst (2011): Wozu Medienbildung? Vortrag auf dem Medienpädagogischen Kongress am 25. März 2011 in Berlin.
  • Niesyto, Horst (2011): Keine Bildung ohne Medien! Für eine breite und nachhaltige Förderung von Medienkompetenz. Einführungsvortrag auf dem Medienpädagogischen Kongress am 24. März 2011 in Berlin. In: Ludwigsburger Beiträge zur Medienpädagogik, Nr. 14 (2011). (8 Seiten) Link
  • Niesyto, Horst (Hrsg.) (2011): Keine Bildung ohne Medien! Positionen, Personen, Programm und Perspektiven. Medienpädagogischer Kongress 2011 in Berlin. München: kopaed. ISBN: 978-3-86736-200-9 (136 Seiten)
  • Niesyto, Horst (2011): No Education without Media! In: A Manifesto for Media Education. Link; Information for professional public (for international partner groups, 2011)
  • Niesyto, Horst (2011): Keine Bildung ohne Medien! Breites Bündnis zur Medienkompetenzförderung in Deutschland. In: Keine Bildung ohne Medien! Neue Medien als pädagogische Herausforderung, hrsg. von Rudolf Kammerl, Renate Luca, Sandra Hein. Schriftenreihe der Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH), Band 4. Berlin: Vistas, S. 15-30.
  • Niesyo, Horst (2010): Entwicklung und Stand der Initiative „Keine Bildung ohne Medien!“. In: Ludwigsburger Beiträge zur Medienpädagogik, Nr. 13 (2010) (8 Seiten). Link
  • Medienpädagogisches Manifest (2009)